Kloster Gorheim

 

Historische Daten zum Kloster Gorheim

 

1308 Gründung des Frauenklosters Gorheim durch die leiblichen Schwestern Klara und Luggen Müller, Sigmaringen. (Datum ist nicht durch Quellen abgedeckt)

1347 Erste schriftliche Erwähnung: Die Brüder der Schwestern entsagen jedem Anspruch an die Klause. Die Schwestern erhielten den Platz neben der damaligen St. Michaelskapelle. (Späteres Patrozinium vom Herzen-Jesu)

1395 erhielt das Kloster den ersten Kaplan als Seelsorger. Die Jurisdiktion hatte zunächst der Pfarrer von Laiz. Das erste Klostergebäude stammte wahrscheinlich auch aus dieser Zeit.

1671 erhielt das Kloster einen eigenen Beichtvater, ansonsten wurde die Seelsorge meist durch Franziskanerklöster besorgt: Die Schwestern hatten sich dem regulierten Dritten Orden angeschlossen als Terziarinnen.

1683 Neubau des Klosters

1688 2. Okt. Weihe der Klosterkirche

1782 wird das Terziarinnenkloster durch Österreich säkularisiert. (Aufhebungsdekret Kaiser Josephs II. für Klöster auf Österreichischem Gebiet) Güterverkauf für 22000 Gulden. Das Kloster beherbergt in der Folgezeit Schwestern aus allen   säkularisierten Vorderösterreichischen Klöster.

1807 kommen die Klostergebäude an das Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen  – Waffendepot

1814-1850 Kaserne

1852 Jesuitenkloster (auf Initiative von Pfarrer Thomas Geiselhart, vom Hohenzollerischen Kirchenfonds an den Orden vermietet)

1872 Aufhebung des Jesuitenklosters (Kulturkampfgesetz)

1890 Franziskanerkloster (Rekollekten aus dem Mutterhaus Frauenberg bei Fulda)

1894 Gorheim wird Studienkloster

1911 Neubau der Kirche (Architekt Edmund Carl Capitain, Frankfurt/ M.)

1912 Weihe durch Franziskanererzbischof Dionysius Schuler. Während der Weltkriege diente Gorheim als Lazarett

1945 von der französischen Besatzungsmacht als Offiziersschule gebraucht

1952 wieder Kloster

1963-1965 Renovierungsarbeiten mit Neubau des Hochaltars (Künstler: Wilhelm Geyer, Ulm)

1967 Aufhebung der Ordenshochschule und Errichtung der Pfarrkuratie

1979 Gorheim/ (Franz-von-Assisi-Haus) wird Tagungsstätte mit Bildungsangeboten für Erwachsene und Familien – Bildungszentrum

1990 Jubiläum 100 Jahre Franziskaner in Gorheim

2000 Feierlicher Abschiedsgottesdienst der Franziskaner

2008-2009 Ausbau des östlichen Teils des Gebäudes als Dienstgebäude für kirchliche Einrichtungen



[i] Literatur:

 Andreas Zekorn:

 Das Kloster Gorheim Sigmaringen (= Klöster im Landkreis Sigmaringen in Geschichte und Gegenwart Hrsg. V. Edwin Ernst Weber) Heimatliche Schriftereihe des Landkreises Sigmaringen Bd. 9 S. 463-499

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